Agentoryx orchestriert KI-Agenten, die operative Aufgaben in der Verwaltung ausführen, lückenlos protokollieren und bei Unsicherheit oder Regelgrenzen an zuständige Personen eskalieren. Der Fokus liegt auf kontrollierbarem Betrieb: nachvollziehbar, prüfbar, integrierbar.
Für produktiven Einsatz konzipiert: Kontrolle vor Automatisierungsgrad.

Warum Agentoryx im öffentlichen Umfeld anders gedacht ist
Verwaltungen haben andere Anforderungen als viele KMU: Entscheidungen müssen begründet werden können, Zuständigkeiten müssen klar bleiben, und jeder Verarbeitungsschritt muss im Zweifel erklärbar und dokumentierbar sein. Gleichzeitig sind Ressourcen knapp, Fallzahlen steigen, und Medienbrüche zwischen Systemen verursachen hohe Reibung.
Agentoryx zielt nicht auf „möglichst viel Automatisierung“, sondern auf verlässliche Ausführung innerhalb klarer Leitplanken. Agenten erledigen Aufgaben bis zur definierten Grenze und übergeben an Menschen, wenn Ermessensentscheidungen, hohe Risiken oder Ausnahmen auftreten. Eine verbindliche Einordnung finden Sie in unserer KI-Referenz.
Was Agentoryx in der Verwaltung konkret leistet
Operative Ausführung statt reiner Assistenz
Agenten können Aufgaben nicht nur beschreiben oder vorbereiten, sondern definierte Schritte tatsächlich ausführen: Daten recherchieren, Informationen zusammenführen, Fälle strukturieren, Dokumente prüfen, Rückfragen erzeugen, Vorgänge vorbereiten und Übergaben an Fachbearbeitung sauber paketieren.
Protokollierung als Standard, nicht als Zusatz
Jede Aktion wird protokolliert: Eingang, verwendete Quellen, getroffene Annahmen, ausgeführte Schritte, Ergebnis, Eskalationsgrund. Damit entsteht ein Audit-Trail, der interne Nachvollziehbarkeit und externe Prüfbarkeit unterstützt.
Eskalation und Entscheidungshoheit
Agentoryx ist auf Übergaben ausgelegt: Sobald Leitplanken erreicht sind, wird eskaliert. Zuständige Personen erhalten Kontext, Protokoll und einen Handlungsvorschlag. Entscheidungshoheit bleibt beim Menschen.
Integration in bestehende IT-Landschaften
Agentoryx ist als ausführende Schicht über vorhandenen Systemen gedacht. Es ersetzt keine Fachverfahren, kein DMS, kein ERP und keine Register. Stattdessen verbindet es Aufgabenflüsse, reduziert Medienbrüche und schafft nachvollziehbare Bearbeitung über Systemgrenzen hinweg.
Typische Einsatzszenarien in Behörden und öffentlichen Einrichtungen
Posteingang, Vorgangseröffnung, Triage
Klassifizierung von Anliegen, strukturierte Erfassung, Priorisierung, Zuordnung zu Zuständigkeiten, Rückfragen bei fehlenden Angaben, Eröffnung und Vorbereitung von Vorgängen.
Wissens- und Auskunftsprozesse
Zusammenführen von Informationen aus internen Quellen, Richtlinien, Formularen und Textbausteinen; Erstellung von Entwürfen, die durch Sachbearbeitung freigegeben werden.
Dokumentenprüfung und Vollständigkeitskontrollen
Prüfen von Unterlagen auf formale Kriterien, Vollständigkeit, Plausibilität; Erzeugen von Rückmeldungen an Antragsteller, wenn Angaben fehlen.
Interne Serviceprozesse
Bearbeitung standardisierter interner Anfragen (IT, Beschaffung, Personal, Organisation): strukturieren, anstoßen, nachhalten, dokumentieren, eskalieren.
Abgleiche und Berichte
Abgleich zwischen Systemen, Zusammenstellung revisionsnaher Dokumentation, Erzeugung von Berichten zur Prozesssteuerung (z. B. Durchlaufzeiten, Eskalationsquoten, Rückfragen).
Wichtig: Der konkrete Zuschnitt hängt von Rechtsrahmen, Risiko und Verantwortlichkeiten ab. Agentoryx ist dafür gemacht, diese Grenzen explizit zu definieren und im Betrieb sichtbar zu machen.
Governance & Datenschutz
Leitplankenmodell
Für jeden Use Case werden Leitplanken definiert: Was darf der Agent, was darf er nicht, welche Schwellenwerte führen zur Eskalation, welche Freigaben sind nötig, welche Protokolle müssen erzeugt werden.
Rollen und Verantwortlichkeit
Agentoryx unterstützt klare Rollenmodelle: wer darf Aufgaben konfigurieren, wer darf Ergebnisse freigeben, wer darf Ausnahmen entscheiden, wer sieht welche Protokolle.
Datenflüsse und Datenschutzdokumentation
Für öffentliche Auftraggeber ist nicht nur Datenschutz wichtig, sondern auch die Dokumentierbarkeit: Datenflussbeschreibung, Zweckbindung, Zugriffsmodelle, Löschkonzepte, Protokollierung. In einem Pilot sollten DSFA/AVV-relevante Punkte früh sauber vorbereitet werden, damit keine Überraschungen entstehen.
Betriebsmodelle
Je nach Anforderungen sind Varianten denkbar, die EU-orientierten Betrieb und Governance in den Vordergrund stellen. Was sinnvoll ist, hängt vom Sicherheits- und Datenschutzprofil sowie den Integrationsanforderungen ab.
Einführung: So wird es vergabe- und pilotfähig
1) Use Case sauber abgrenzen
Ein Pilot funktioniert nur, wenn der Umfang klar ist: Eingänge, Zielsysteme, Eskalationspunkte, fachliche Regeln, Verantwortlichkeit.
2) Leitplanken und Prüfbarkeit definieren
Vor dem ersten produktiven Lauf müssen Messgrößen und Protokollierungsanforderungen stehen: Welche Entscheidungen sind zulässig, welche nicht? Was muss im Audit-Trail enthalten sein? Wie wird freigegeben?
3) Pilotbetrieb mit echter Arbeitslast
Agentoryx entfaltet Nutzen, wenn es produktionsnah arbeitet. Der Pilot sollte daher echte Fälle abbilden (zunächst mit begrenztem Risiko), inklusive Eskalationen und Freigaben.
4) Skalierung erst nach Stabilität
Nachweisbar stabiler Betrieb ist die Grundlage für Ausweitung auf weitere Prozesse. Skalierung heißt: mehr Aufgaben, mehr Integrationen, mehr Fachbereiche – nicht „alles sofort“.
Erfolgskriterien und Nachweise
Damit der Pilot intern und extern tragfähig ist, sollten messbare Kriterien definiert werden, zum Beispiel:
- Reduktion manueller Nacharbeit
- Durchlaufzeit und Rückfragequote
- Eskalationsrate und deren Gründe
- Fehlerquote (fachlich und formal)
- Nachvollziehbarkeit: Vollständigkeit der Protokolle und Freigaben
Diese Kennzahlen sind auch hilfreich, wenn später eine breitere Einführung begründet oder vergabefähig vorbereitet werden soll.
Häufige Fragen (FAQ)
Ist Agentoryx ein Chatbot für Bürgerkommunikation?
Nein. Agentoryx ist eine Plattform zur Ausführung operativer Aufgaben mit Protokollierung und Eskalation. Bürgerkommunikation kann ein Use Case sein, aber der Kern ist nicht „Antworten“, sondern „Bearbeitung“.
Kann Agentoryx Ermessensentscheidungen treffen?
Ermessensentscheidungen sollten im Regelfall beim Menschen bleiben. Agentoryx kann vorbereiten, prüfen, strukturieren und Handlungsvorschläge liefern. Leitplanken definieren, wann zwingend eskaliert wird.
Wie wird verhindert, dass Agenten „irgendwas machen“?
Über Leitplanken, Rollenmodell, Freigaben und vollständige Protokollierung. Agentoryx ist darauf ausgelegt, Grenzen sichtbar zu machen und bei Unsicherheit an Menschen zu übergeben.
Ist das kompatibel mit revisionsnahen Anforderungen?
Ziel ist Nachvollziehbarkeit über Audit-Trails, Protokolle und klare Übergaben. Der konkrete Grad der Revisionsnähe hängt vom Einsatzszenario, Dokumentationsumfang und den internen Vorgaben ab.
Brauchen wir dafür einen großen IT-Umbau?
Nein. Agentoryx ersetzt keine Fachverfahren. Der Einstieg erfolgt typischerweise über einen abgegrenzten Prozess, der schrittweise integriert wird.
Kontakt / Pilot besprechen
Wenn du Agentoryx für eine Verwaltung prüfen möchtest, ist der sinnvollste Start ein Pilotgespräch zu einem konkreten Prozess: Eingang, Regeln, Eskalationspunkte, Zielsysteme, Dokumentation, Governance.
